Behandlung von Angststörungen

 

Was kann man gegen Angsterkrankungen tun?

Nicht jede Angst muss behandelt werden
Manchmal hilft schon ein Gespräch mit einer vertrauten Person. Auch körperliche Aktivität kann zur Beruhigung beitragen. In jedem Fall muss die Behandlung den individuellen Bedürfnissen der betroffenen Person angepasst werden.

Ob eine psychotherapeutische, medikamentöse oder kombinierte Behandlung zum Einsatz kommt, hängt vom Ausmass, der Dauer und den Folgen der Erkrankung ab und muss die persönlichen Bedürfnisse des Patienten berücksichtigen.

Die auch heute noch verbreitete Meinung, durch eine medikamentöse Behandlung werde die Psychotherapie erschwert, ist überholt und unhaltbar. Aus verhaltenstherapeutischer Sicht könnte man annehmen, dass durch Exposition Angst immer verschwindet. Dies ist aber nicht so. Und deshalb ist eine medikamentöse Angstbehandlung häufig nicht nur sinnvoll, sondern auch unverzichtbar.

Wer psychotherapeutische Hilfe sucht, ist mit vielen Therapierichtungen konfrontiert. Ausserdem bieten Alternativmedizin und Esoterik ihre Dienste an. Ein Wirksamkeitsnachweis bei Angststörungen konnte nur für psychotherapeutische (vor allem Verhaltenstherapie) und medikamentöse Verfahren erbracht werden. Nach neuesten Erkenntnissen muss die Kombination von Medikamenten und Psychotherapie – in erster Linie verhaltenstherapeutische Methoden – als die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung angesehen werden.

Oft setzen sich Betroffene unter erheblichen Druck, um den Auslöser ihrer Angsterkrankung zu eruieren. Ursächliche Faktoren sind einerseits nach längerer Krankheit oft kaum zu finden, andererseits zeigen Forschung und Praxis, dass das Auffinden und Verstehen der Gründe für eine erfolgreiche Behandlung nicht zwingend notwendig ist. Viel entscheidender ist, wie Sie mit ihrer Angst umgehen.

Sie müssen eine neue Einstellung zur Angst bekommen. So wird es Ihnen möglich werden, Angst zu reduzieren und Vermeidungsverhalten abzubauen. Sie werden Selbstvertrauen gewinnen und schwierige, angstbesetzte Situationen aushalten und die Erfahrung machen, dass ihre Angst allmählich abklingt.

Unspezifische Behandlungsmassnahmen
Am Anfang jeder Behandlung steht die Aufklärung über mögliche Auslöser sowie das Wesen der Angst.

Was können Sie tun?
Es ist wichtig zu erkennen, was Angst im Körper auslöst. Schreiben Sie auf, wie Sie Angst empfinden und welchen Anteil der Angstreaktion Sie am stärksten wahrnehmen. Wichtig ist, in welchen Situationen und wann Ihre Angst auftritt.